Goldammer – Emberiza citrinella

Die Goldammer (lat. Emberiza citrinella) gehört zu den Ammern und ist in Europa sogar die am häufigsten anzutreffende Art. Obwohl sie während der Brutzeit eher sehr territoriale Einzelgänger sind, kann man Goldammern außerhalb der Brutzeit auch in größeren Trupps in der Nähe interessanter Nahrungsplätze antreffen.

Goldammern gehören nicht zu den gefährdeten Arten. Allerdings wird sie in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands von 2015 auf der Vorwarnliste geführt.

Aussehen und Merkmale der Goldammer

Goldammer - Emberiza citrinella
Bild von Mario Haack auf Pixabay

Wie so oft im Reich der Vögel, sind auch bei den Goldammern die Männchen (in der Brutzeit) farblich auffälliger und intensiver als die Weibchen. Sie haben einen leuchtend gelben Kopf mit einigen wenigen braunen Flecken. Die Unterseite ist ebenfalls gelb aber nicht ganz so leuchtend.

Die Oberseite ist im wesentlichen braun und durchzogen von dunklen Längsstreifen. Der Bürzel ist zimtbraun und der Schwanz dunkel gefärbt.

Die Weibchen sind, bis auf leichte gelbe Tendenzen an der Kehle und der Unterseite, grünbraun gefärbt und somit deutlich unscheinbarer als die Goldammer-Männchen.

Die Goldammer wird zwischen 16 und 17 cm groß und erreichen dabei ein Gewicht von 25 bis 30 g.

Lebensraum

Goldammern sind in ganz Europa vertreten und bleiben auch das ganze Jahr in ihrem Brutgebiet. Sie sind dort also Standvögel. Nur im Norden Skandinaviens und in Asien verlassen die Goldammern ihre Brutgebiete und ziehen in wärmere Regionen.

Bevorzugte Lebensräume in der Brutzeit sind Landschaften mit Hecken, Büschen und Feldgehölzen. Im Winter schließen sich Vögel zusammen und suchen gemeinsam nach Futter.

Nahrung und Nahrungserwerb

Bei der Nahrung muss man zwischen den erwachsenen Tieren und den Jungtieren unterscheiden. Während die erwachsenen Goldammern sich in erster Linie von Körnern und Samen ernähren, stehen bei den Jungtieren Spinnen, Käfer oder Heuschrecken und ähnliche Wirbellose auf dem Speiseplan.

Bevorzugt gehen die Vögel in den frühen Morgenstunden und auch am Abend auf Nahrungssuche.

Goldammer singt
Bild von Leopold13 auf Pixabay

Brutverhalten bei der Goldammer

Die Brutsaison beginnt bei den Goldammern in unseren Breiten ab Mitte April. Allerdings gibt es auch Pärchen, die erste Anfang August starten. Pro Brutsaison brüten die Goldammern meist zwei- bis dreimal.

Als Platz für das Nest wird trockenes Gelände mit Büschen, Hecken und Feldgehölzen bevorzugt ausgewählt. Es wird an den Rändern von Büschen oder Hecken in Bodennähe gebaut. Auch bei den Goldammern werden die 3 bis 5 Eier im Abstand von einem Tag gelegt. Das ist ja bei vielen Vögeln so, siehe auch den Gartenrotschwanz oder den Haussperling.

Nach 11 bis 14 Tage schlüpfen die Jungvögel. Das Brüten ist bei den Goldammern ausschließlich die Aufgabe des Weibchens. Das Männchen versorgt das Weibchen lediglich hin und wieder mit Nahrung.

Die jungen Goldammern bleiben 9 bis 14 Tage im Nest, ehe sie ausfliegen.

Sielmanns heimische Tiere - Die Goldammer (HQ)

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