Gartenrotschwanz – Phoenicurus phoenicurus

Der Gartenrotschwanz (lat. Phoenicurus phoenicurus) gehört zu der Gattung der Rotschwänze. Daher auch der lateinische Name Phoenicurus. Übergeordnet muss man ihn zur Familie der Fliegenschnäpper zuordnen. Sein Brutgebiet erstreckt sich über ganz Europa und in Asien bis hin zum Baikalsee. Auch in Nordafrika und im Nahen Osten ist er teilweise zu finden.

Obwohl die Bestände rückläufig sind, gilt der Gartenrotschwanz nicht als gefährdet. Allerdings nur, weil sich seine Anzahl in den letzten Jahren stabilisiert hat. Zwar auf niedrigem Niveau aber immerhin fällt sie nicht mehr weiter.

Aussehen und Merkmale des Gartenrotschwanz

Gartenrotschwanz - Phoenicurus phoenicurus
Bild von Máté Markovics auf Pixabay

Beim Gartenrotschwanz kann man Männchen und Weibchen sehr gut unterscheiden. Das Männchen ist farblich intensiver gefärbt. Oberhalb des Schnabels, die Kehle und das Gesichtsfeld sind schwarz gefärbt. Im Kontrast dazu hat der Gartenrotschwanz auf der Stirn und über den Augen einen weißen Streifen.

Die Brust ist rostrot gefärbt und läuft in Richtung Unterbauch heller werdend aus. Rostrot findet sich auch an den Flanken und den Flügelunterseiten.

Das Gartenrotschwanz-Weibchen ist deutlich unscheinbarer. Wie man auf dem oberen Bild schön sehen kann, ist die Oberseite bräunlich gefärbt. Die Oberschwanzdecken und der Schwanz sind, ebenso wie beim Männchen, rostrot gefärbt. Je älter das Weibchen wird, desto mehr passt es sich der Färbung des Männchens an. Es wird als auch kontrastreicher.

Lebensraum

Wie bereits eingangs erwähnt, erstreckt sich das Brutgebiet des Gartenrotschwanz über weite Teile Europas und Asiens. Also in ganz Mitteleuropa kommt der Vogel vor. Westlich erstreckt sich sein Verbreitungsgebiet bis in die nördlichen Teile Spaniens. Im Osten reicht das Verbreitungsgebiet bis in die Mongolei. Aber auch in Teilen der Türkei und im Norden des Iran kann man den Gartenrotschwanz finden.

Allerdings gehört er zu den Transsaharaziehern. Das heißt er überwintert südlich der Sahara. Bereits im Spätsommer macht er sich auf den weiten Weg nach Afrika. Genau gesagt in die Savannen der Sudan-Zone.

Bereits Mitte Juli beginnt der Wegzug. Zuerst starten die Jungvögel ihre Reise. Bis Ende September sollten dann alle Gartenrotschwänze unterwegs in die Winterquartiere sein. Ganz selten bleiben einzelne Vögel noch bis Ende Oktober oder Anfang November hier.

Der Gartenrotschwanz ist ein Höhlen- und Halbhöhlenbrüter. Daher braucht er natürlich entsprechende Bäume, die ihm Möglichkeiten zum Nestbau bieten. Daher bevorzugt er nicht zu dichte Laubwälder, Lichtungen oder Waldränder.

Alternativ kann man dem Vogel natürlich auch einen Nistkasten in der passenden Umgebung anbieten.

Nahrung und Nahrungserwerb

Gartenrotschwanz auf Ast
Bild von Monikas_Wunderwelt auf Pixabay

Was die Nahrung für den Gartenrotschwanz angeht, da stehen in erster Linie Insekten, Spinnen und Weberknechte auf dem Speiseplan. Aber auch Ameisen, Schlupf- und Blattwespen werden gern genommen. Sein Futter sucht der Gartenrotschwanz am liebsten am Boden, in der unteren Strauch- und Krautschicht.

Entdeckt er einen Insektenschwarm, steigt er aber auch auf und bedient sich dort sehr gern.

Schmetterlinge werden sehr häufig an die Jungtiere im Nest verfüttert. Würmer, Asseln und Schnecken ergänzen den Speisezettel.

Brutverhalten beim Gartenrotschwanz

Und da sind wir auch schon bei der Fortpflanzung des Gartenrotschwanz. Wie bereits erwähnt, nistet der Singvogel am liebsten in Höhlen oder Nischen. Hier bieten sich natürlich Baumhöhlen, Astlöcher oder Spechthöhlen besonders an. Allerdings darf es im Inneren nicht komplett dunkel sein. Leichter Lichteinfall sollte sein.

Aber auch in Mauerlöchern oder Holzstapeln wird gern mal ein Nest gebaut. Grundsätzlich kann man sagen, dass sich das Nest meist in einer Höhe zwischen einem und fünf Metern befindet.

Der Platz für das Nest wird vom Männchen ausgesucht, da es früher aus den Wintergebieten eintrifft. Aber die letzte Entscheidung hat das Weibchen. Wenn es mit der Platzwahl einverstanden ist, beginnt der Nestbau. Und zwar ganz allein vom Gartenrotschwanz-Weibchen.

Nach 1,5 bis 8 Tagen ist das Nest fertig und das Weibchen legt anschließend 6 oder 7 Eier. Hin und wieder kann de Zahl der Eier aber auch zwischen 3 und 9 schwanken. Gebrütet wird dann 12 bis 14 Tage. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungtiere noch rund 14 Tage im Nest, ehe sie ihre eigenen Wege gehen.

Im Normalfall brüten die Gartenrotschwänze nur einmal pro Jahr. Bei Brutverlust kann es aber auch sein, dass es zu einer Ersatzbrut kommt.

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