Nistkasten aufstellen bzw. aufhängen – Was beachten?

Nistkästen, Futterhäuschen, Vogeltränken, der vogelfreundliche Garten oder Balkon bietet den Fluggästen Abwechslung. Sich mit fremden Federn schmücken, ist erwünscht und mit ein paar Tipps und Tricks siedeln sich jede Menge Wildvögel an.

Vögel im Garten schützen

Stare bei der Fütterung des Nachwuchs

Welcher Nistkasten für welchen Vogel?

Nistkästen oder Vogelhäuser können im Handel gekauft oder selbst gebaut werden. Für welche Varianten sich Tierfreunde auch entscheiden, der Nistkasten muss für die Reinigung leicht zu öffnen sein. Welcher Vogel den neuen Nistplatz annimmt, hängt von der Größe des Einflugloches ab.

Für die kleineren Tannen- und Blaumeisen ist ein Durchmesser von 25 bis 27 Zentimeter optimal, größere Meisenarten brauchen 30 bis 32 Zentimeter.

Viel mehr Bewegungsfreiheit benötigen Kleiber und Stare, deshalb muss das Einflugloch dementsprechend groß sein. Perfekt ist eine Größe von 40 bis 45 Zentimeter.

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Was muss bei der Errichtung eines Nistkastens beachtet werden?

Idealerweise werden Nistkästen im Januar oder Februar montiert. An Baumstämmen, Hauswänden oder am Balkon werden sie in mindestens zwei Meter Höhe angebracht. Dabei ist darauf zu achten, dass die Vögel freien Anflug haben. Kein guter Platz ist das Astwerk in den Baumkronen.

Dort ist es den meisten Vögeln zu schattig und gleichzeitig bieten die Äste eine gute Sitzmöglichkeit für Fressfeinde. Der Gartenrotschwanz ist ein schöner, aber sehr seltener Besucher unserer heimischen Gärten. Als Zugvogel kommt er spät aus Afrika zurück. Leider sind dann die meisten Nistkästen schon besetzt. Brutkästen für den Gartenrotschwanz sollten deshalb erst im April montiert werden.

Beim Anbringen müssen Gartenbesitzer darauf achten, dass das Flugloch nicht in die Hauptwindrichtung zeigt. Ideal ist eine Ausrichtung nach Osten oder Südosten. Vogelhäuser werden leicht nach vorne geneigt befestigt, damit kein Wasser eintreten kann. Für die Anbringung kann Draht verwendet werden.

Dieses Material ist für Bäume am schonendsten. Eine Gummimanschette schützt die Bäume zusätzlich vor dem Scheuern der Rinde.

Katzen sind Schmusetiger und Räuber

So sehr wir alle Katzen lieben, die Samtpfoten sind Jäger und fressen Vögel. Wenn Katzen Freigänger sind, muss man darauf achten, dass Nistkästen und Vogelfutterhäuser beim Anflug vor den netten Räubern sicher sind. Um den Vierbeinern die Jagd zu erschweren, kann der Nistkasten an einer hohen und glatten Eisenstange angebracht werden.

Es muss auch darauf geachtet werden, dass sich kein anderes Objekt in der Nähe befindet, von dem aus die Katzen zum Vogelhaus springen oder klettern können.

Keine Chance für Nesträuber

Neben den Katzen sind es auch die Baummarder, Eichhörnchen, Eichelhäher und Elstern, die gerne Vogelnester plündern. Umso wichtiger ist es deshalb, dass der Nistkasten einen speziellen Vorbau zum Schutz vor Nestplünderer hat. Falls nicht, kann unmittelbar hinter dem Flugloch eine kleine Rampe eingebaut werden. Diese verhindert, dass beispielsweise Katzen oder Marder mit den Pfoten in das dahinter gelegene Nest greifen können.

Bruthilfen für Nischenbrüter

Bachstelzen, Grauschnäpper und der Hausrotschwanz sind Nischenbrüter, die ihre Jungen in Spalten und Nischen großziehen. Für diese Vogelarten gibt es spezielle Nischenbrutkästen, die an der Vorderseite halb offen sind.

Das Wichtigste kurz zusammengefasst

Der Nistkasten sollte ganzjährig hängen bleiben. Er ist für viele Vögel ein willkommener Schlafplatz. Im Herbst muss der Nistkasten für das nächste Vogelpaar gereinigt werden. Das schützt die Tiere vor Parasiten. Vögel, die brüten und Jungtiere versorgen, leisten Schwerstarbeit.

Umso wichtiger ist es, dass ausreichend Nahrung vorhanden ist. Ein wichtiger Schritt, um den Vögeln das Überleben zu ermöglichen, ist auf chemische Spritzmittel zu verzichten.

Nistkästen und ihre Bewohner

Letzte Aktualisierung am 28.09.2020 um 08:07 Uhr / Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten / * = Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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