Was sind Wildvögel?

Bei einem Spaziergang durch die Wälder sind sie von überall mit ihrem munteren Vogelgesang zu hören, die Wildvögel. Nach langen, tristen Wintertagen erwärmen die Piepmätze, mit ihrem fröhlichen Gezwitscher, unsere Herzen und bringen uns die warme Jahreszeit näher. Doch nicht nur in den Wäldern, Gärten und Wiesen sind sie im Frühjahr zu beobachten. Ein Blick zum Himmel zeigt uns Vogelschwärme, die im Rhythmus der Jahreszeiten über uns hinwegziehen.

Überall auf der Welt sind sie zu finden. Ihr Lebensraum erstreckt sich vom warmen Süden bis hin zum kalten Norden. Doch was wissen wir von diesen gefiederten Freunden, die wir meist nicht sehen, sondern nur hören? Was sind Wildvögel?

Beschreibung und Klassifizierung von Wildvögeln

Wildvögel Beschreibung und Klassifizierung

Die Wildvögel gehören zu den Landwirbeltieren, deren gemeinsame Merkmale aus Flügeln, Federkleid und Schnabel bestehen. Sie werden in die Unterklassen Urkiefervögel und Neukiefervögel unterteilt.

Diese Vogelarten unterscheiden sich durch eine andere Gaumenstruktur und ein Fenster im Beckenknochen.

Die Entwicklung von Vögeln begann in der Jurazeit. Es wird vermutet, dass sie von baumlebenden Vorfahren, wie Reptilien, abstammen. Auf der Erde sind im Augenblick etwa 11000 Vogelarten bekannt.

Laufvögel und Flugvögel, was ist der Unterschied?

Die zu den Urkiefervögel gehörenden Laufvögel sind straußenartig. Durch die schwach ausgeprägte Brustmuskulatur und das hohe Gewicht können sie nicht fliegen. Ein weiterer Unterschied zu den Flugvögeln liegt in der langsameren Verdauung und der Ausbildung von Kopulationsorganen.

Außerdem können diese Vögel hohe Geschwindigkeiten erreichen, um vor ihren Gegnern zu flüchten. Zu der Familie der Laufvögel gehören Strauße, Emus, Nandus, Kiwis, Kasuare und die Gruppe der Steißvögel.

Das Aussehen von Wildvögeln

Wildvögel besitzen Flügel und Beine. Unter anderen unterscheidet sie das Gefieder zu den Landwirbeltieren. Ihre Federstrukturen bestehen aus Keratin. Das Federkleid dient dem Vogel zum Fliegen, als Schutz vor Wind und Kälte, zur Tarnung und der Balz. Das Fett aus der Bürzeldrüse dient der Pflege des Gefieders.

Der zahnlose Schnabel der gefiederten Freunde kann verschiedene Formen und Farben aufweisen. Ober- und Unterkiefer sind frei beweglich. Er besteht aus einer Knochensubstanz und einer Hornscheide. Einzig bei Tauben- und Gänsevögel ist der Schnabel mit einer Haut überzogen.

Das Vogelskelett besteht aus hohlen Röhrenknochen. Auffallend bei dieser Spezies sind das hervorstehende Brustbein mit der Carina, an welcher die Flugmuskeln angesetzt sind.

Das hoch entwickelte Zentralnervensystem verschafft den Zweibeinern ein bemerkenswertes Sehvermögen.

Vögel haben keine Harnblase und scheiden Urin, Kot und Eier über die sogenannte Kloake aus.

Die Stimmbildung findet an der Verzweigung der Luftröhre im sogenannten Stimmkopf (Syrinx) statt. Die Lunge der Tierchen wird durch Luftsäckchen, die wie Blasebälge funktionieren, belüftet.

Wildvögel regeln ihren Elektrolythaushalt durch das Ausscheiden der Salze über die Nasendrüse. Alle Vogelarten haben eine hohe Körpertemperatur und einen schnellen Herzschlag.

Warum singen Vögel?

Besonders im Frühjahr ist fröhliches Vogelgezwitscher zu vernehmen. Der Grund für diesen Gesang ist die vermehrte Testosteron Ausschüttung beim männlichen Vogel. Es zeigt damit die Paarungsbereitschaft des Tieres an. Außerdem dient das Singen zur Verteidigung seines Revieres.

Die Fortpflanzung von Wildvögeln

Meist paaren sich Vögel nur für eine Brutzeit. Nur manche Vogelarten wie Pinguine oder Höckerschwäne bleiben ein Leben lang zusammen. Vor der Paarung beginnt das männliche Tier mit der Balz. Sie versuchen mit einem besonders schönen Gesang oder durch ihr farbenprächtiges Gefieder das Weibchen zu beeindrucken.

Die Fortpflanzung findet über die Kloake statt. Je nach Wildvogelart dauert das Bebrüten der Eier zwischen 11 Tagen (die meisten Gartenvögel) und neun Wochen (Strauß). Nach Ausschlüpfen der Jungtiere ist bei Nesthockern eine wochenlange Fütterung durch die Eltern notwendig. Nestflüchter dagegen fressen selbständig, werden allerdings von den Eltern bewacht.

Wildvögel und die Mauser

Die Mauser bezeichnet den Abwurf des Federkleides von Wildvögeln. Da Federn bei Vögel viele Aufgaben erfüllen, ist die regelmäßige Erneuerung des Gefieders notwendig. Sie wechseln es in der Regel ein bis zweimal jährlich, damit alle Schutzfunktionen erhalten bleiben. Meist erfolgt der Wechsel nach der Brutzeit.

Manche Vögel werfen ihr Federkleid in einer bestimmten Reihenfolge ab und bleiben damit flugfähig. Andere Tiere, wie Enten und Gänse, erneuern ihre Schwungfedern in einem Zyklus. In dieser Zeit sind sie flugunfähig.

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