Wann soll man die Vögel füttern

Durch ihr meist farbiges Gefieder, unterschiedliches Rufen, ihre erstaunlichen Flug- und Zugleistungen und ihre intensive Brutpflege, erfreuen sich die Vögel einem hohen Beliebtheitsgrad bei uns Menschen. Doch wann sollte man Vögel füttern?

Ob im Garten, auf dem Balkon oder im Park, auf dem Land oder in der Stadt … überall sind sie zu sehen und zu hören.

In Mitteleuropa kann man ca. 300 Arten zählen, von denen einige, aus den nördlichen Regionen, den Winter im Süden verbringen.

Wann soll man Vögel füttern?

Wann soll man Vögel füttern

Es gibt viele Fragen rund um das Thema “Vögel”. Eine wollen wir uns hier genauer anschauen, nämlich die Frage, wann man Vögel füttern soll.

Grundsätzlich bestehen erst einmal sehr unterschiedliche Ansichten über das Thema “Fütterung” und es wird immer wieder darüber diskutiert.

Die einen sagen:

  • Den Vögeln wird es zu einfach gemacht und die natürliche Auslese ist gefährdet.
  • Die Vögel versorgen ihre Jungtiere mit Körnern, obwohl sie diese gar nicht verdauen können.
  • Es werden nur die Vogelarten gefördert, die sowieso schon häufig sind.
  • Der Gesunderhaltung der Arten wird geschadet, weil so auch die kranken und schwachen Vögel den Winter leichter überleben.

Die anderen sagen:

  • Sie gefährdet nicht die natürliche Auslese, weil schwache Vögel trotzdem Opfer von Fressfeinden werden.
  • Die Vögel folgen ihrem Instinkt und füttern ihre Jungtiere mit Insekten, brauchen aber nicht so viel Zeit für ihre eigene Futtersuche aufbringen.
  • Sie trägt zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Untersuchungen zu dem Thema haben ergeben, dass die Fütterung ca.10 – 15 Vogelarten zugutekommt, von denen keine in ihrem Bestand gefährdet ist. Trotzdem ist es ratsam, zwischen November und Februar, vor allem bei anhaltenden Minustemperaturen und einer geschlossenen Schneedecke zu füttern.

Im Sommer ist das Futterangebot für Altvögel eine Erleichterung. Für gerade flügge gewordene Jungvögel, die in einer kritischen Lebensphase stecken, erhöht sich dadurch ihre Überlebenschance.

Dazu gibt es einige Tipps rund um die Fütterung:

  • Du solltest freistehende Futterhäuschen anbieten, die mindestens 1,5 Meter über dem Boden auf einem glatten Stab stehen oder weit genug von einem Baumstamm an einem Ast hängen. Das gibt den Vögeln vor Katzen eine gute Sicherheit.
  • Um die Körner etc. vor Nässe, Schnee und Eis zu schützen, ist es sinnvoll, dass das Häuschen ein weit überstehendes Dach hat.
  • Am hygienischsten sind Erdnussspender, Meisenknödel und Futtersilos. Dort können die Vögel keinen Kot absetzen und somit keine Krankheiten verbreiten.
  • Bevor du neue Körner nachschüttest, ist es ratsam, die Futterhäuschen mit heißem Wasser zu reinigen.
  • Salzige Speisereste, Brot und Bratfette sind absolut tabu.
  • Im Winter solltest du außerdem mehrmals täglich frisches, warmes Leitungswasser in einer Vogeltränke bereitstellen.

Welches Futter eignet sich für die Fütterung?

  • Sonnenblumenkerne sind das gängigstes Basisfutter. Hier ist es egal, ob du ungeschälte oder schon geschälte Kerne anbietest. Sie werden von fast allen Arten gefressen.
  • Die häufigsten Körnerfresser, dazu zählen Sperlinge, Meisen und Finken, bevorzugen Freiland-Futtermischungen.
  • Sogenannte Weichfutterfresser wie z.B. Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln, Wacholderdrosseln und Zaunkönig, bevorzugen Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie, die du in Bodennähe anbieten solltest. Hierfür gibt es bestimmte Bodenfutterspender.
  • Besonders Meisen lieben Meisenknödel oder selbstgemacht, ein Gemisch aus Fett und Samen.

Fazit: Wann soll man die Vögel füttern?

In den Bereichen, in dem die Vögel keinen naturnahen Lebensraum mehr haben und ihre Nahrungsgrundlage gefährdet ist, ist es sinnvoll, eine sachgerechte Winterfütterung durchzuführen. Außerdem ist sie aus umweltpädagogischer Sicht empfehlenswert.

Auch eine Sommerfütterung hat für viele Vögel Vorteile. So kann sie im Vogelschutz eine Hilfe, genauso wie ein Naturerlebnis sein.

Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass für den Artenschutz, aus einem häufig eintönig gestalteten Garten, ein vogelfreundlicher Garten angelegt werden sollte, in dem sehr unterschiedliche Pflanzen und Bäume wachsen.