Zaunammer – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Die Zaunammer (Emberiza cirlus) ist ein Vogel aus der Familie der Ammern und zu der Gattung Emberiza. Der wissenschaftliche Name dieses Vogels lautet Emberiza cirlus. Es handelt sich hierbei um eine Sperlingsvogelart. Da Zaunammern seltener geworden sind, sind sie auch vom Aussterben bedroht.

Die Länge dieses Vogels beträgt um die 16,5 Zentimeter. Das Gewicht beträgt ungefähr 25 Gramm. Außerhalb Paarungszeit verbringen sie ihr Leben eher als Einzelgänger.

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Überfamilie: Passeroidea
  • Familie: Ammern (Emberizidae)
  • Gattung: Ammern (Emberiza)
  • Art: Zaunammer

Aussehen und Merkmale der Zaunammer

Aussehen und Merkmale der Zaunammer
Bild von: Paco Gómez from Castellón, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Da die Zaunammer zu der Familie von Ammern gehören, weisen sie viele Gemeinsamkeiten mit anderen Vertretern, wie die Goldammer oder die Grauammer, auf. Zaunammern haben nämlich ziemlich lange Schwanzfedern, die auch noch gekerbt aussehen. Die männlichen Zaunammern sind gelb gefärbt. Die Brust ist jedoch braun.

Die schwarzbraunen Muster auf dem Rücken der männlichen Zaunammer sind zudem nicht zu übersehen. Bei einer genaueren Betrachtung dieser Vogelart stellt man fest, dass auf dem Kopf eine Art Zeichnung vorzufinden ist. Sowohl der Nacken als auch der Scheitel sind schwarz gefärbt.

Des Weiteren weist die männliche Zaunammer am Kopf gelbe und schwarze Streifen auf. Von Weitem bemerkt man, dass der Kopf kontrastreich wirkt. Die Weibchen wiederum sind zwar auch gelb, jedoch ist die Farbe nicht so intensiv ist wie beim Männchen.

Auch die Kopfzeichnung ist nicht so kontrastreich und auffällig. Des Weiteren ist die Brust auch nicht so stark braun gefärbt wie beim Männchen. Viele verwechseln jedoch die Zaunammer mit den Goldammern.

Diese Verwechslung wird durch die ähnliche Färbung begünstigt. Vergleicht man jedoch beide genauer, so stellt man fest, dass die Kopfzeichnung bei der Zaunammer viel intensiver und auffälliger ist als bei der Goldammer.

Auch die intensive braune Färbung an der Brust kann als ein Unterscheidungsmerkmal zur Goldammer aufgefasst werden. Bei den Weibchen ist eine Unterscheidung schwierig.

Dennoch lässt sich sagen, dass auch hier die Kopfzeichnung bei den Zaunammer-Weibchen ausgeprägter ist als bei den Goldammer-Weibchen.

Lebensraum

Diese Vogelart ist im Süden Europas sowie in Nordafrika anzutreffen. Zaunammern leben an warmen Gebieten, die zudem trocken und sonnenreich sind. In Deutschland sind Zaunammer vor allem in Weinbaugebieten vorzufinden.

Darüber hinaus bevorzugen sie Landschaften, die viele Büsche aufweisen. Auch einige Bäume werden von diesen Vögeln gerne gesehen. Der Klimawandel führt jedoch dazu, dass sich der Lebensraum immer weiter auf den Norden ausbreitet.

Nahrung und Nahrungserwerb

Zaunammer gehören zur Familie der Allesfresser. Dies bedeutet, dass sie sowohl Insekten als auch pflanzliche Kost zu sich nehmen. Die Nestlinge jedoch nehmen nur tierische Kost zu sich, also Larven und Insekten. Der Anteil an tierischer und pflanzlicher Kost ist abhängig von der Jahreszeit.

Im Frühjahr und im Sommer ist der Anteil tierischer Kost sehr hoch. Im Winter jedoch nehmen diese Vögel pflanzliche und tierische Nahrung zu gleichen Anteilen zu sich. Zaunammer machen sich auf die Suche nach Nahrung, indem sie auf dem Waldboden Ausschau halten.

Darüber hinaus suchen sie auch in Büschen und auf Bäumen nach Nahrung. Sie begeben sich in der Regel morgen und abends auf die Nahrungssuche.

Eier der Zaunammer
Muséum de Toulouse, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Fortpflanzung und Brutverhalten der Zaunammer

Bei dieser Vogelart wird die Geschlechtsreife bereits mit 10 bis 12 Monaten erreicht. Die Paarungszeit startet im Frühjahr und endet im März oder April. Die Nester werden von den Weibchen angelegt. Diese suchen sich passende Büsche aus, die nicht so hoch sind.

Die Weibchen versuchen das Nest mithilfe von weichen Materialien zu errichten. Dafür werden häufig Fasern von Pflanzen und Halme verwendet. Damit das Nest von innen auch weich ist, sucht das Weibchen nach Tierhaaren und Federn und sorgt somit für eine gute Polsterung für die Nestlinge.

Das Nest enthält in den meisten drei bis fünf Eier. Die Eier wiederum sind cremefarben und weisen braune kleine Punkte auf. Um die Nahrung sorgen sich sowohl das Weibchen als auch das Männchen.

Zaunammer mit Gesang im Video