Sommergoldhähnchen – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Das Sommergoldhähnchen (Regulus ignicapilla) kann man auf den ersten Blick sehr leicht mit dem Wintergoldhähnchen verwechseln. Größe und äußeres Erscheinungsbild sind so ähnlich, dass man schon sehr genau hinsehen muss.

Aber es gibt Merkmale, an denen man diese beiden Winzlinge unterscheiden kann.

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • ohne Rang: Passerida
  • Familie: Regulidae
  • Gattung: Goldhähnchen (Regulus)
  • Art: Sommergoldhähnchen

Wie sieht ein Sommergoldhähnchen aus?

Aussehen und Merkmale beim Sommergoldhähnchen

Genau wie das Wintergoldhähnchen gehört auch das Sommergoldhähnchen zu den kleinsten Vögeln in Europa. Genau wie sein „Zwilling“ erreicht auch dieser Vogel gerade mal eine Körperlänge von rund 9 cm und eine Flügelspannweite zwischen 13 und 16 cm.

Mit gerade mal 4 bis 6,5 g sind diese Winzlinge sprichwörtlich federleicht.

Wie schon erwähnt, ähneln sich die beiden Arten sehr stark. Auch hier haben wir einen gelbgrünen Rücken und eine helleren, fast weißliche Brust. Doch es gibt eben auch Unterscheidungsmerkmale zwischen beiden Arten.

So besitzt das Sommergoldhähnchen einen weißen Überaugenstreif und sehr auffällige leuchtend gelbgrüne Halsseiten. Und daran kann man die beiden kleinen Vögel ganz gut unterscheiden.

Männchen und Weibchen sehen sich bei dieser Art auch sehr ähnlich. Allerdings ist der farbige Scheitel beim Männchen eher orange und beim Weibchen gelb.

Wo leben Sommergoldhähnchen?

Anders als das Wintergoldhähnchen ist das Sommergoldhähnchen so auf Nadelwälder spezialisiert. Es ist sowohl in Nadel- aber auch in Mischwäldern zu finden. Sogar in Parks und Gärten kann man es hin und wieder beobachten.

Hier bei uns in Deutschland sind die kleinen Vögel aber nur im Sommer zu beobachten. Im Oktober lassen sie ihre Brutgebiete und ziehen zum Überwintern nach Südfrankreich, Spanien oder Nordafrika. Dir Rückkehr erfolgt dann meist im April, wenn es wieder etwas wärmer wird.

Was frisst ein Sommergoldhähnchen?

Auf dem Speiseplan stehen vor allem kleinere Insekten, Larven und Spinnen. Dabei sind die Sommergoldhähnchen quasi den ganzen Tag nur auf Futtersuche. Ihre Nahrung finden sie auf den Blättern oder der Rinde vom Sträuchern oder Bäumen.

Brutverhalten der Sommergoldhähnchen

Brutverhalten und Fortpflanzung der Sommergoldhähnchen

Mitte April bis Ende Juli. Das Weibchen baut das Nest, ähnlich wie das Wintergoldhähnchen hängend an der Unterseite von Zweigen. Das Baumaterial für die äußere Schicht sind Spinnstoff aus den Eierkokons von Spinnen, Flechten und Moose. Gepolstert wird innen mit Federn und Tierhaaren. Dabei ist das Nest so stabil, dass es sogar komplett nass an den Zweigen hängen bleibt und nicht herunterfällt.

Im Mai beginnt dann das Weibchen mit der Ablage der Eier. Meist werden es 8 bis 10 Eier, die dann 14 bis 16 Tage bebrütet werden. In dieser Zeit wird das Weibchen vom Männchen regelmäßig mit Futter versorgt.

Nach dem Schlüpfen wird der Nachwuchs noch bis zu 3 Wochen versorgt. Allerdings nur noch vom Männchen, denn das Weibchen kümmert sich schon um den Nestbau für die zweite Brut.

Sommergoldhähnchen im Video

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