Birkenzeisig – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Der Birkenzeisig (Carduelis flammea bzw. Acanthis flammea) wurde früher auch häufig als Leinfink bezeichnet. Als Zeisig gehört er zur Familie der Finken. In unseren Regionen kann ihn in zwei Unterarten antreffen: den Alpenbirkenzeisig und den Taigabirkenzeisig.

Während der Alpenbirkenzeisig in einigen Regionen hier in Deutschland das ganze Jahr zu beobachten ist, kann man den Taigabirkenzeisig nur im Winter hier entdecken.

Systematik

  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Familie: Finken (Fringillidae)
  • Unterfamilie: Stieglitzartige (Carduelinae)
  • Tribus: Carduelini
  • Gattung: Birkenzeisige (Acanthis)
  • Art: Birkenzeisig

Wie sieht ein Birkenzeisig aus?

Birkenzeisig (Carduelis flammea) auf einem Ast

Schaut man sich das Foto vom Birkenzeisig an, dann könnte man ihn auf den ersten Blick mit vielleicht mit einem Spatz verwechseln. Wäre da nicht der rote Fleck an der Stirn. Die Männchen besitzen neben dem roten Fleck an der Stirn auch noch eine rötlich gefärbte Brust.

Bei der Körperlänge können die kleinen Vögel 12 bis 14 cm erreichen. Die Flügelspannweite liegt dabei zwischen 13 und 17 cm.

Das Gefieder an der Oberseite ist graubraun gestreift, während die Unterseite deutlich heller, ja sogar fast weiß ist.

Wie bereits erwähnt haben Birkenzeisige, sowohl die Männchen, als auch die Weibchen an der Stirn einen roten Fleck. Doch während die Männchen auch eine rötliche Brust haben, fehlt diese Färbung bei den Weibchen und den Jungtieren.

Wo leben Birkenzeisige?

Wer in Island, Skandinavien, Irland, Schottland und im Alpenraum zu Hause ist, der hat die Möglichkeit Birkenzeisige in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Aber auch in Deutschland ist er immer häufiger zu sehen.

Die kleinen Vögel bevorzugen Birken-, Lärchen-, Erlen-, Nadelwäldern aber auch Parkanlagen und Gärten können als Lebensraum genutzt werden.

Durch seine steigende Verbreitung gilt der Birkenzeisig nicht als gefährdete Art.

Der Alpenbirkenzeisig ist, wie der Name schon vermuten lässt, besonders in den Alpenregionen als Standvogel das ganze Jahr zu finden. Der Taigabirkenzeisig besucht den Norden von Deutschland nur im Winter und dann häufig auch nur auf der Durchreise.

Was frisst ein Birkenzeisig?

Der Birkenzeisig ernährt sich in erster Linie von Samen von Bäumen, wie z.B. Birken, Erlen, Weiden, Fichten und Lärchen sowie Kräutern und Gräsern. Es steht aber durchaus auch fleischliche Nahrung, wie Blattläuse und Schmetterlingsraupen auf dem Speiseplan.

Birkenzeisig – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Brutverhalten und Fortpflanzung bei Birkenzeisigen

Birkenzeisige bauen ihr Nest meist in Astgabeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Baum oder einen Strauch handelt. Da die kleinen Vögel sehr gesellig sind, schließen sie sich in der Regel auch zu losen Brutkolonien mit anderen Brutpaaren zusammen.

Das Nest besteht gewöhnlich aus Zweigen, Halmen, Federn und Moos. Darin legt das Weibchen 4 bis 5 Eier, die 10 bis 12 Tage bebrütet wird. In dieser Zeit wird das Weibchen auch vom Männchen mit Futter versorgt.

Die Hauptbrutzeigt liegt zwischen Mai und Juli.

Nach dem Schlüpfen entwickeln sich die Jungen innerhalb von 14 Tagen soweit, dass sie das Nest verlassen können.

Der Birkenzeisig im Video

Bildquellen: