Graureiher – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Der Graureiher (Ardea cinerea), wird auch häufig Fischreiher genannt. Als Reiher (Ardeidae) gehört er zur Ordnung Pelecaniformes. Er ist in Europa, Teilen Asiens und Afrikas weit verbreitet und auch hin und wieder zu Besuch in unseren Gärten. Insbesondere wenn es darin einen Teich mit Fischen gibt.

Am häufigsten kann man Graureiher aber natürlich im flachen Wasser von Seen oder auf feuchten Wiesen beobachten. Denn dort sucht er bevorzugt nach Nahrung.

Systematik

  • Ordnung: Pelecaniformes
  • Familie: Reiher (Ardeidae)
  • Unterfamilie: Tagreiher (Ardeinae)
  • Gattung: Ardea
  • Art: Graureiher

Wie sieht ein Graureiher aus?

Aussehen und Merkmale beim Graureiher

Der Graureiher ist relativ groß. Er kann immerhin eine Körperlänge bis zu 100 cm erreichen. Im Normalfall wiegen erwachsene Tiere zwischen 1 und 2 kg. Ausnahmen nach oben und unten sind möglich aber recht selten. Männchen und Weibchen unterscheiden sich beim Aussehen nicht wirklich. Als Unterscheidung dient vor allem die Größe, denn hier sind die Männchen im Schnitt etwas größer.

Der Graureiher trägt seinen Namen nicht zu Unrecht. Das Gefieder am Rücken ist aschgrau mit weißen Bändern. Die Schwungfedern sind schwarz. Der Oberkopf und die Stirn sind weiß gefärbt. Markant sind die breiten schwarzen Augenstreifen und die verlängerten Schopf- oder Scheitelfedern. Am Hals vorn besitzen die Graureiher ein schwarzes gestricheltes Muster.

Im Flug könnte man ihn mit einem Storch verwechseln. Allerdings muss man sich nur den Hals anschauen, denn der wird, reihertypisch, beim Fliegen „eingeklappt“.

Wo leben Graureiher?

Der bevorzugte Lebensraum von Graureihern sind natürlich die Uferregionen von Flüssen, Seen und Teichen. Aber auch auf Wiesen oder Äckern kann man die eleganten Vögel bei der Nahrungssuche beobachten.

In Deutschland bleiben Graureiher in der Regel das ganze Jahr, sind also Standvögel. Hin und wieder kommt es aber auch vor, dass sie im Winter in wärmere Regionen wandern und so zu Teilziehern werden.

Selbst Städte, und dort vor allem die Gärten, sind vor Besuchen durch Graureiher nicht sicher. Insbesondere dann, wenn es im Garten auch einen schönen Gartenteich mit Fischen gibt.

Was fressen Graureiher?

Der Graureiher wird auch Fischreiher genannt und das deutet ja schon auf seine bevorzugte Nahrung hin. Er frisst aber auch Frösche, Molche, Schlangen und Wasserinsekten. Aber auch Ratten oder Mäuse stehen durchaus auf seinem Speiseplan.

Für die Jagd schreitet der Graureiher langsam durch das flache Wasser. Der Kopf ist dabei leicht gesenkt. Wird ein Beutetier entdeckt, sticht der Vogel blitzschnell zu. Die gefangene Beute wird im Ganzen verschluckt.

Brutverhalten beim Graureiher

Brutverhalten und Fortpflanzung beim Graureiher

Graureiher sind monogam, bleiben also beim gleichen Partner. Auch das Nest wird von beiden Vögeln gemeinsam gebaut. Das Männchen schafft das Baumaterial für das Nest heran und das Weibchen verarbeitet es dann. Gebaut wird hoch oben in Laub- oder Nadelbäumen.

Das Weibchen legt, im Abstand von zwei Tagen, 4 bis 5 Eier. Gebrütet wird 25 bis 26 Tage. Die Küken schlüpfen nicht gleichzeitig und werden 14 Tage gehudert. Ab dem 20. Tag werden der Nachwuchs dann immer wieder allein gelassen. Die Fütterung übernehmen beide Altvögel.

Nach etwa 30 Tagen beginnen die jungen Graureiher in dem Baum, wo sich ihr Nest befindet, auch auf andere Äste zu klettern. Flugfähig sind die Vögel dann etwa nach 50 Tagen.

Die nächsten 10 bis 20 Tage kehren sie aber immer wieder zu ihrem Nest zurück.

Graureiher im Video

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