Zilpzalp – Phylloscopus collybita

Der Zilpzalp wird auch Phylloscopus collybita oder Weidenlaubsänger genannt. Dieser Vogel gehört zur Gattung der Grasmückenartigen, wie auch die Mönchsgrasmücke oder die Gartengrasmücke, welche in Mittel- und Westeuropa, Teilen Sibiriens und Nordafrika zuhause ist.

Der Zilpzalp ist generell ein Zugvogel, welcher in Mitteleuropa sich paart und im Mittelmeerraum, der Sahara sowie auch südlich hiervon in den Savannen und Hochebenen von Ostafrika überwintert.

Aussehen und Merkmale des Zilpzalp

Zilpzalp - Phylloscopus collybita
Bild von Waldemar Zielinski auf Pixabay

Der Vogel ist circa zwölf Zentimeter groß und wiegt hierbei höchstens zehn Gramm. Beide Geschlechter zeigen hierbei eine sehr unscheinbare Färbung des Gefieders, welche in einem bräunlichen oder gräulichen Grünton erscheint. Der Bürzel und auch der Bauch sind hellgrün, die Kehle hingegen ist hellgelb oder auch weiß.

Zilpzalpe besiedeln verschiedene Lebensräume und sind im Flachland anzutreffen wie auch in den Bergen sowie in Grünanlagen von Städten. Die Vögel bevorzugen bewaldete Gebiete, wobei Mischwälder hier bevorzugt werden.

Der Vogel gehört zur Gattung der Grasmücken und verdankt den Namen dem für ihn charakteristischen Gesang. So gehört der Zugvogel zu den häufigsten Vogelarten, die in Deutschland anzutreffen sind.

Zilpzalpe sind kompakte, kleine und kurzflügelige Laubsänger mit einem ziemlich großen Kopf und ohne frappante Zeichnungen. Die Länge des Körpers beträgt 10 bis 12 Zentimeter, das Gewicht 6 bis 10 Gramm. Die beiden Geschlechter unterscheiden sich bezüglich ihres Körpergewichtes nicht, die Männchen sind allerdings langflügeliger als die Weibchen.

Lebensraum

Da der Zilpzalp sich nahezu immer in der Vegetation aufhält, hat er fast keine Fressfeinde. Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass der Sperber vereinzelt den Zilpzalpen erbeutet.

Die Heimat des Vogels ist Eurasien. Zilpzalpe sind in Asien und in Europa oftmals anzutreffen. Das Gebiet reicht hierbei von Spanien bis nach Irland und so besiedeln die Tiere weite Teile von Russland und das Gezwitscher auch noch in Sibirien zu vernehmen.

Die Regionen im Norden nutzen die Vögel zumeist im Sommer. Den Winter verbringen sie hingegen in Südeuropa und in Nordafrika. Dieser geschützte Laubsänger benötigt immer den Wald. Ob nun das Flachland oder das hochalpine Gelände: der Vogel brütet in den Parkanlagen von europäischen Städten ebenso wie in Almgebieten. Der bevorzugte Lebensraum sind aber die Erlenbruchwälder und auch feuchte Auwälder.

Der Zilpzalp lebt in durchsonnten und unterholzreichen Laub- und Mischwäldern wie auch in Nadelwald mit Jungwuchs. Im Vergleich mit den Fitis bewohnt der Vogel mehr lichtere und trockenere Standorte, ist jedoch auch an Bächen und in Feldgehölzen, und in Gartenanlagen zu sehen.

Der Zilpzalp kommt zudem auch auf Flächen mit Baumbestand in den Siedlungsräumen vor und ist auf die Habitatansprüche ein vielseitigster Laubsänger.

Beim Sitzen und auch beim Hüpfen drückt sich der Schwanz des Vogels oft abwärts. Der Vogel singt sitzend im Bereich von Baumkronen sowie auch bei der Nahrungssuche. Der Nahrungserwerb findet im Geäst und im Laub statt. Das Aufsuchen von Blüten ist ein evolutionsbiologisches und interessantes Modell zur Frage nach der Entstehung jener „Vogelblütigkeit“.

Der Laubsänger besiedelt zudem auch große Teile der Paläarktis in Spanien und Irland von Osten bis nach Sibirien. Die Zilpzalpe sind klein und auch ohne Zeichnungen und fliegen meist gedeckt in der höheren Vegetation.

Die Vögel fallen daher zuerst durch ihren auffallenden Gesang auf, welchem die Art nach den lautmalenden Namen verdankt. Die Vögel bewohnen ein weites Gebiet bewaldeter Habitate.

Nahrung und Nahrungserwerb

Der Vogel befindet sich fast immer auf Nahrungssuche und hält sich meist in den dicht belaubten Baumkronen in Höhen von circa zehn Metern auf.

In Abhängigkeit von der Jahreszeit ernähren sich die Vögel sowohl von Schnecken, Insekten, Spinnen und Asseln sowie auch von Obst und Beeren.

Der Zilpzalp ernährt sich zumeist von Insekten und Spinnen. Diese jagt er direkt in den Baumwipfeln oder über dem Boden.

Nahrung und Nahrungserwerb beim Zilpzalp
Bild von Kathy Büscher auf Pixabay

Brutverhalten beim Zilpzalp

Zweimal pro Jahr brütet der Vogel Eier aus, für welche er ein Nest in Stauden oder in Hecken anlegt. Der Brutvorgang dauert etwa zwei Wochen sowie nach weiteren zwei Wochen können die Jungvögel das Nest schon wieder verlassen.

Das Nest des Vogels besteht aus einer Nestkugel, die hohl ist und aus Blättern und Gras besteht, das am Boden oder auch in Bodennähe angelegt ist. Ab Ende April bis Mai werden hier 4 bis 6 weiße Eier mit einer feinen gelblichen oder bräunlichen Punktierung gelegt.

Sie werden 13 bis 15 Tage ausgebrütet und die Jungvögel im Anschluss daran circa weitere 13 bis 15 Tage im Nest gefüttert.

Weibchen und Männchen schließen sich zu generell monogamen Paaren zusammen, obwohl oftmals auch beobachtet wird, dass die männlichen Vögel sich auch mit verschiedenen Weibchen paaren.

So erreichen die Männchen die Brutgebiete schon einige Tage vor dem Weibchen und beginnen alsdann mit der Balz.

Die Vogelnester werden zumeist am Boden oder auch direkt darüber in Hecken oder Büschen gebaut, wobei diese Stelle immer von den Weibchen ausgewählt wird.

Das Vogelweibchen kümmert sich im Anschluss auch allein um den Bau des Nestes und legt danach zwischen die Eier hierin ab.

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