Wintergoldhähnchen – Informationen, Bilder und Videos

Das Wintergoldhähnchen (Regulus regulus) ist einer der kleinsten Vögel im Garten, die man entdecken und beobachten kann. Wenn man nicht genau hinschaut, dann kann man diese niedlichen kleinen Vögel auch schnell mal mit dem Sommergoldhähnchen verwechseln.

Allerdings fehlen beim Wintergoldhähnchen der weiße Überaugenstreifen und die leuchtend gelbgrünen Halsseiten.

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • ohne Rang: Passerida
  • Familie: Regulidae
  • Gattung: Goldhähnchen (Regulus)
  • Art: Wintergoldhähnchen

Wie sieht ein Wintergoldhähnchen aus?

Aussehen und Merkmale beim Wintergoldhähnchen

Wer auf der Suche nach einem richtig kleinen Vogel ist, der hat mit dem Wintergoldhähnchen einen passenden Kandidaten gefunden. Mit einer Körperlänge von ca. 9 cm und einem Gewicht von gerade mal 4 bis 7 g sind diese Vögel echte Winzlinge.

Schaut man sich das Wintergoldhähnchen auf dem oberen Bild an, dann sieht er sehr rundlich aus. Das täuscht aber, denn die Nackenfedern sind etwas verlängert. Dadurch gibt es keine wirklich optische Trennung zwischen Kopf und restlichem Körper.

Das Gefieder an der Körperoberseite ist olivgrün bis gelblich grün. Die Unterseite ist deutlich heller, meist grauweiß bis graugrünlich, gefärbt.

Ziemlich markant ist der farbige Scheitelstreif mit seitlicher schwarzen Begrenzung, an dem man Männchen und Weibchen auch unterscheiden kann. Bei den Weibchen ist er gelb bis gelbgrün. Bei den Männchen hingegen mittig Orange mit gelber Umrahmung.

Wie bereits eingangs geschrieben, fehlt der dunkle Strich über den Augen. So kann man die beiden Arten ganz gut unterscheiden.

Ihr Körperbau ist insgesamt gut an das Leben in Nadelwäldern angepasst. So besitzen Wintergoldhähnchen eine lange und stark gebogene Rückwärtskralle und deutlich ausgeprägte Zehenschwielen an den Fußsohlen.

Wo leben Wintergoldhähnchen?

Das Wintergoldhähnchen hat ein recht weites Verbreitungsgebiet. So ist es z.B. Europa und in Asien sogar bis nach Japan zu beobachten. Im Prinzip kann man diese Vögel überall dort finden, wo es auch Fichten gibt, da es sich dabei um die bevorzugten Bäume handelt.

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Interessanterweise kommt es aber in großen Teilen von Spanien und in Osteuropa nicht vor.

Als Lebensraum nutzen sie besonders gern Gebiete mit Fichten und anderen Baumarten mit kurzen Nadeln. Wenn nicht gerade Brutzeit ist, kann man die Wintergoldhähnchen aber auch in Mischwäldern beobachten.

Selbst in Parks oder Gärten sind die kleinen Vögel häufig unterwegs.

Was frisst ein Wintergoldhähnchen?

Wintergoldhähnchen sind fast den ganzen Tag damit beschäftig Nahrung zu sammeln. Auf dem Speiseplan stehen fast ausschließlich kleine Gliederfüßer, wie Springschwänze, kleine Raupen, Blattläuse und Spinnen.

Dabei sammeln die kleinen geschickten Vögel ihre Beute von der Unterseite der Blätter. Im Normalfall fressen sie in etwa die gleiche Menge, wie sie selbst wiegen. In der Brutzeit oder der Mauser müssen Wintergoldhähnchen sogar bis zur doppelten Menge an Nahrung sammeln.

Dabei sind sie nicht in der Lage die Beute mit den Fußkrallen zu halten. Die Beute wird entweder sofort gefressen oder, falls Beine oder Flügel stören, solange gegen eine harte Unterlage geschlagen, bis die störenden Teile abfallen.

Gejagt wird, was auch direkt zu sehen ist. Sie verschwenden keine Zeit mit der Suche nach versteckten Beutetieren. Bei der Menge an Nahrung die benötigt wird auch mehr als verständlich.

Brutverhalten bei Wintergoldhähnchen

Brutverhalten und Fortpflanzung bei Wintergoldhähnchen

Als Brutrevier reichen einem Wintergoldhähnchen-Pärchen sogar 18 bis 19 große Bäume. Hier können sie ausreichend Nahrung für sich und den Nachwuchs finden. Meist sind die Reviere 50 x 50 m groß, je nach örtlichen Gegebenheiten.

Hat das Weibchen einen der vom Männchen vorgeschlagenen Nistplätze akzeptiert, beginnt das Männchen direkt mit dem Bau des typischen Hängenests. Der ideale Nistplatz befindet sich zwischen eng hängenden Zweigen von Nadelbäumen.

Ab dem dritten Tag hilft auch das Weibchen dann beim Nestbau mit. Als äußeres Baumaterial werden Flechten, Moose und auch Spinnstoffen aus den Eierkokons von Spinnen und Raupen verwendet. Innen wird das Nest dann mit Federn und Haare verschiedener Tiere verwendet.

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Das Nest ist, wenn es fertig ist, so gut isoliert, dass die Altvögel das Gelege sogar eine Weile verlassen können, ohne dass die Eier zu sehr auskühlen.

Wintergoldhähnchen brüten in der Regel zweimal pro Jahr. Die erste Eiablage erfolgt meist im Laufe des April und die zweite Brut startet dann ab Juni. Das Weibchen legt zwischen 8 und 11 Eier, die jeweils nur ca. 1 g wiegen.

Gebrütet wird ausschließlich vom Weibchen. Alle 20 Minuten verlässt es das Nest für die Nahrungssuche und kehrt nach etwa 10 Minuten wieder zurück, um weiterzubrüten.

Nach etwa 15 bis 16 tagen schlüpfen dann die Jungen. Innerhalb von 2 Tagen sind alle Jungvögel geschlüpft. Umgehend werden die Eierschalen von den Eltern aus dem Nest entfernt und in weitem Abstand vom Nest entsorgt.

Die Fütterung der ersten Brut wird ausschließlich vom Männchen übernommen. Nachdem das Weibchen die ersten Tage den Nachwuchs noch gehudert hat, beginnt es dann schon mit dem Bau des zweiten Nests.

Nach 16 bis 18 Tagen verlässt der Nachwuchs das Nest, wird aber noch einige Tage weiter von den Eltern mit Nahrung versorgt.

Wintergoldhähnchen im Video

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