Wiedehopf – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Beim Wiedehopf (Upupa epops) ist sich die Wissenschaft noch nicht so ganz einig. Ist es nun die einzige Art oder nur eine aus der Familie der Wiederhopfe (Upupidae). Auf jeden Fall ist er in unseren Gärten richtig selten zu entdecken.

Wer das Glück hat ihn mal in Natura zu sehen, erkennt den Wiedehopf jedenfalls auf den ersten Blick.

Aussehen und Merkmale beim Wiedehopf

Aussehen und Merkmale beim Wiedehopf
Wiederhopf im Winter auf einem Zweig

Der Wiedehopf ist in etwa so groß wie eine Drossel. Er erreicht durchschnittlich eine Körperlänge von 28 cm (von der Schnabelspitze bis zur Schwanzspitze). Sehr auffällig sind die schwarz-weiß gestreiften Flügel in deren Gefieder sich aber auch gelbe Stellen befinden.

Ganz markant und bekannt ist natürlich auch seine Federhaube, die eine Länge von 5 bis 6 cm erreichen kann und in verschiedenen Situationen aufgestellt wird.

Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht so stark voneinander. Die Wiedehopf-Weibchen sind etwas kleiner und etwas matter gefärbt.

Lebensraum und Verbreitung

Der Wiedehopf ist bei uns nur ein Sommergast, da er wärmere Gebiete bevorzugt. Er nistet gern in Gebieten mit starkem Obst- oder Weinanbau oder aber in sehr lichten Wäldern. Bei ihm gilt quasi die Devise: Je weniger Vegetation, desto besser. Aber so ganz darf sie natürlich auch nicht fehlen.

Wiedehopfe kann man in ganz Europa, im gesamten Nahen Osten, dem Iran, Afghanistan und Pakistan bis nach Nordwestindien finden. In Deutschland ist er richtig selten geworden und es sind nur wenige Brutgebiete bekannt.

Den Winter verbringt der Wiedehopf sowohl in Indien als auch in einigen Gebieten an der Ostküste Afrikas.

Nahrung und Nahrungserwerb

Der Wiedehopf bevorzugt fleischliche Nahrung. Auf seinem Speiseplan stehen hauptsächlich Insekten wie Maulwurfsgrillen, Feldgrillen, Engerlinge sowie Käfer und verschiedene Raupenarten. Aber auch zu Spinnen, Asseln oder Regenwürmern sagt er nicht nein. Allerdings ist das nicht die bevorzuge Nahrung.

Wiedehopf auf Nahrungssuche
Wiedehopf auf Nahrungssuche

Fortpflanzung bei Wiedehopfen

Wiedehopfe führen eine monogame Ehe, die aber nur für eine Brutsaison besteht. Genistet wird meist in Baum- oder Mauerlöchern. Das Weibchen legt durchschnittlich 5 bis 7 Eier, die dann 16 Tage bebrütet werden. Da die einzelnen Eier aber im Tagesabstand gelegt werden, kann die Brutperiode auch schon mal 25 Tage dauern, bis alle Jungen geschlüpft sind.

Gefüttert werden die Jungvögel nach dem Schlüpfen mit Insekten und Würmern aber auch mit kleinen Fröschen und Eidechsen. Die Nahrungssuche übernimmt in der ersten Zeit ausschließlich das Männchen und versorgt so das Weibchen und später auch die geschlüpften Jungvögel.

Das Wiedehopf-Weibchen beteiligt sich erst an der Futtersuche, wenn die Jungvögel nicht mehr gehudert werden müssen.

Nach bis zu 30 Tagen verlassen die jungen Wiedehopfe dann die Bruthöhle. Trotzdem werden sie noch bis zu 5 Tage von den Eltern mit Nahrung versorgt ehe sie ihr eigenes Leben in Angriff nehmen.

Der Wiedehopf im Video

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