Mönchsgrasmücke – Sylvia atricapilla

Die Mönchsgrasmücke (lat. Sylvia atricapilla) gehört, wie auch die Klappergrasmücke, zur Familie der Grasmückenartigen und hier zur Gattung der Grasmücken. Der kleine Singvogel ist an seiner typischen farbigen Kappe, beim Männchen schwarz und beim Weibchen rotbraun, ganz gut zu erkennen.

Mönchsgrasmücken sind in weiten Teilen Europas, mit Ausnahme der nördlichsten Gebiete vertreten. Allerdings sind sie nur in den wärmeren Monaten zu beobachten, denn es handelt sich hierbei um einen Zugvogel.

Aussehen und Merkmale der Mönchsgrasmücke

Mönchsgrasmücke - Sylvia atricapilla
Bild von Kathy Büscher auf Pixabay

Die Größe der Mönchsgrasmücke ist in etwa vergleichbar mit einem Haussperling. Sie wird 13,5 bis 15 cm lang und kann eine Flügelspannweite von 20 bis 23 cm erreichen. Das Gewicht liegt so zwischen 15 und 22 g.

Wie schon angesprochen, ist die Mönchsgrasmücke an ihrer typischen, farbigen Kappe recht gut zu erkennen. Und so lassen sich auch erwachsene Männchen und Weibchen zuverlässig unterscheiden. Während die Männchen eine schwarze Kappe haben, ist diese bei Weibchen und Jungvögeln eher rotbraun gefärbt.

Ansonsten ist das Federkleid bei beiden Geschlechtern sehr ähnlich gefärbt. Die Oberseite ist in einem dunklen grau gefärbt. Die Unterseite ist etwas heller und geht so in ein olivgrau.

Mönchsgrasmücken verfügen über einen dunklen Schwanz, der zwar am Ansatz etwas heller ist aber nie weiß.

Lebensraum

Außer in Island, Nordskandinavien und der nördlichsten Spitzen der Britischen Inseln sind Mönchsgrasmücken in ganz Europa vertreten. Südlich reichen die Brutgebiete sogar bis nach Nordwest-Afrika und bis ans Schwarze Meer. Östlich kann man sie bis an das Kaspische Meer finden.

Bevorzugte Gebiete sind schattige Parkanlagen und feuchte Mischwälder. Baum- und strauchlose Flächen werden gemieden. Auch in Städten ist die Mönchsgrasmücke in der Brutzeit zu finden. Hier werden Parks und Gärten genutzt, wenn Bäume und Sträucher vorhanden sind.

Das Zugverhalten der Mönchsgrasmücken richtet sich nach dem Verbreitungsgebiet. Je weiter sie im Norden beheimatet sind, desto weiter ist die Strecke, die zurückgelegt werden muss. Überwintert wird meist in Gebieten an der Küste des Atlantiks in West- und Südeuropa oder in Regionen bis nach Südafrika.

Allerdings ist es inzwischen aber auch so, dass immer mehr Mönchsgrasmücken auch in Mitteleuropa überwintern.

Nahrung und Nahrungserwerb

Bei der Nahrung gibt es Unterschiede zwischen der Brutzeit und der übrigen Zeit des Jahres. In der Brutzeit werden Insekten, Larven und Spinnen bevorzugt. Außerhalb der Brutzeit stehen vor allem Beeren und Früchte auf dem Speiseplan.

Selbst auf den der zähklebrigen Außenteil von Mistelbeeren wird nach der Rückkehr aus dem Winterquartier zurückgegriffen. Aus diesem Grund zählen Mönchsgrasmücken auch zu den wenigen Mistelverbreitervögeln in Europa.

Mönchsgrasmücke singendes Männchen mit schwarzer Kappe
Bild von TheOtherKev auf Pixabay

Brutverhalten bei den Mönchsgrasmücken

Die Mönchsgrasmücke baut ihr Nest relativ niedrig bevorzugt in dichten Gebüschen. Es hat die Form eines offenen Napfes. Als Bau- und Polstermaterial werden vor allem Gräser, Moos und Wurzeln verwendet. In der Regel legt das Weibchen 5 Eier. Nach 10 bis 15 Tagen Brutzeit schlüpfen die Jungvögel.

Nach weiteren 10 bis 14 Tagen sind die Jungvögel dann so weit, dass sie das Nest verlassen können.

MÖNCHSGRASMÜCKE GESANG (Sylvia atricapilla)

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