Gebirgsstelze – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) oder auch Bergstelze genannt, gehört zur Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae) und ist damit auch eine Verwandte der Bachstelze. Sie ist in weiten Teilen Deutschlands das ganze Jahr zu beobachten. In erster Linie kann man sie an schnell fließenden Bächen und Flüssen finden.

Besonders auffällig ist ihr Schwanz, der eigentlich ständig auf und ab wippt.

Systematik

  • Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
  • Unterordnung: Singvögel (Passeri)
  • Überfamilie: Passeroidea
  • Familie: Stelzen und Pieper (Motacillidae)
  • Gattung: Stelzen (Motacilla)
  • Art: Gebirgsstelze

Wie sieht eine Gebirgsstelze aus?

Aussehen und Merkmale bei der Gebirgsstelze

Die Gebirgsstelze ist nicht nur mit der Bachstelze verwandt, sondern mit einer Körperlänge von 17 bis 20 cm sogar fast gleich groß. Sie wirkt aber etwas schlanker und hat einen etwas längeren Schwanz. Die Flügel sind 80 – 89 mm lang.

Die Oberseite des Gefieders, inklusive Kopf, ist grau gefärbt. Die Flügel sind schwarzgrau und besitzen ein weißes Flügelband, das in Flug besonders gut zu sehen ist. Die Unterseite ist in einem hellen Gelb gefärbt.

Das Weibchen im Brutkleid ähnelt dem Männchen im Prachtkleid. Unterscheidungsmerkmal ist die Kehle, denn die ist beim Männchen richtig schwarz.

Wo leben Gebirgsstelzen

Wie bereits erwähnt, ist die Gebirgsstelze in weiten Teilen Europas als Standvogel das ganze Jahr zu beobachten. Sie hat aber auch in vielen Regionen Asiens ihre Brutgebiete, ist dort aber eher ein Teilzieher.

Bevorzugt werden schnell fließende Flüsse und Bäche mit Geröll- und Kiesufer, die im Idealfall von Wald umgeben sind. Es sollten aber auch flachere und strömungsarme Stellen vorhanden sein.

Was fressen Gebirgsstelzen?

Gebirgsstelzen ernähren sich von Insekten und deren Larven, die im oder auf dem Wasser zu finden sind. Aber auch kleine Krebstiere oder kleine Weichtiere werden nicht verschmäht. Dabei nutzt der kleine Vogel zwei verschiedene Wege der Jagd. Insekten die auf der Wasseroberfläche treiben, werden direkt aus dem Flug aufgenommen.

Ansonsten kann man die Gebirgsstelze auch oft dabei beobachten, wie sie durch das flache Wasser watet und dann blitzschnell hinein pickt.

Gebirgsstelze auf stein sitzend

Brutverhalten und Fortpflanzung bei Gebirgsstelzen

Gebirgsstelzen brüten ein- bis zweimal pro Jahr. Die Brutzeit liegt dabei zwischen April und Juni. Für den Nestbau ist das Weibchen zuständig. Es baut das Nest meist in einem Erdloch oder in einer Mauernische in der Nähe eines Gewässers.

Hin und wieder werden auch alte verlassene Nester von Wasseramseln oder spezielle Nistkästen genutzt.

Als Baumaterial für das Nest wird vor allem Moos und Gras verwendet. Das Innere wird mit Haaren ausgepolstert.

Das Weibchen legt in der Regel 5 Eier, die vom Weibchen oder auch von beiden Elternteilen bebrütet werden. Nach 12 bis 14 Tagen schlüpft dann der Nachwuchs. Beide Eltern füttern die Küken. Nach 11 bis 16 Tagen sind die jungen Gebirgsstelzen dann soweit, dass sie selbständig sind.

Gebirgsstelze im Video

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