Bienenfresser – Aussehen, Lebensraum, Nahrung, Brutverhalten

Der Bienenfresser (Merops apiaster) wird auch häufig Bienenspecht genannt und das, obwohl er gar nicht zu den Spechten gehört. Wahrscheinlich verleitet der lange spitze Schnabel zu diesem Namen. Eigentlich gehört er zur gleichnamigen Familie der Bienenfresser (Meropidae).

Bei uns in Deutschland ist dieser ungewöhnlich bunte Vogel nur ein Gast in den Sommermonaten. Als Zugvogel verbringt er den Winter im wärmeren Afrika.

Aussehen und Merkmale beim Bienenfresser

Aussehen und Merkmale beim Bienenfresser

Bienenfresser zählen zu den buntesten Vögeln in Europa. Durch sein buntes Gefieder ist er auch nicht zu verwechseln und leicht zu erkennen. Kein Problem also diesen Vogel zu bestimmen. Im Schnitt erreicht er eine Körperlänge von etwa 28 cm.

Markant ist nicht nur das bunte Gefieder sondern auch der lange, leicht gebogene Schnabel. Außerdem verfügen die erwachsenen Bienenfresser über verlängerte mittlere Schwanzfedern. Diese werden auch Schwanzspieße genannt.

Jungvögel sind deutlich blasser gefärbt.

Lebensraum

Bienenfresser bevorzugen offenen Landschaften mit vereinzelten Gebüschen und Bäumen. Ende der 1980 Jahre war der bunte Vogel in Deutschland quasi ausgestorben. Seit 1990 gibt es jedoch eine Rückkehr und immer mehr Brutgebiete werden von den bunten Vögeln zurückerobert.

Da er wärmeres Klima bevorzugt, ist der Bienenfresser in weiten Teilen von Südwest- und Vorderasien, Nordwestafrika sowie Süd- und Südosteuropa nordwärts bis Südostpolen verbreitet.

Einzelne Bienenfresser sind eher selten. Meist sind sie in Kolonien mit mehreren Tieren vereint. Man sieht sie dann auch häufig zusammen auf Masten, Leitungen oder einzelnen Ästen sitzen.

Nahrung und Nahrungserwerb

Der Bienenfresser hat seinen Namen nicht ganz zu unrecht. Auf seinem Speiseplan stehen Bienen, Wespen, Hummeln und sogar Hornissen. Aber auch Libellen, Zikaden und fliegende Käfer werden im Flug gefangen aber nicht direkt gefressen.

Ist ein Fang geglückt, fliegt der Vogel mit seiner Beute zu einer Sitzwarte in der Nähe. Dort wird das Insekt durch kräftige Schläge auf die Unterlage getötet. Dabei entleert sich auch ein eventuell vorhandener Giftvorrat der Insekten.

Erst danach wird das Insekt gefressen oder an die eigenen Jungen verfüttert.

Brutverhalten beim Bienenfresser

Brutverhalten beim Bienenfresser

Wie bereits erwähnt, fühlen sich Bienenfresser in einer Kolonie besonders wohl. Dementsprechend brüten sie auch in Kolonien zusammen. Die  Bruthöhlen werden in die Wände von Steilufern oder Sandgruben gegraben. Und zwar relativ dicht beieinander.

Im Schnitt 1,5 m tief geht der Gang zur Bruthöhle in den Hang hinein. Das Bienenfresser-Paar braucht etwa 2 bis 3 Wochen für den Bau des Ganges und der Brutkammer.

Die Brutzeit startet meist Mitte Mai, also direkt nach der Rückkehr aus den Winterquartieren in Afrika. Die gesamte Brut dauert knapp 22 Tage. Die Weibchen legen 5 bis 7 Eier. Sowohl das Weibchen, als auch das Männchen brüten. Wobei das Weibchen natürlich die meiste Arbeit leistet.

Die Eltern versorgen ihren Nachwuchs 20 bis 30 Tage im Nest und auch noch eine Zeit lang nach dem Verlassen des Nests.

Bienenfresser im Video

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