Uhu – Informationen, Bilder und Videos

Unter den nachtaktiven heimischen Vögeln ist der Uhu unsere größte Eule: der Uhu (lat. Bubo bubo), dessen Ruf ebenso klingt, wie sein Name. Durch seine beeindruckende Statur und sein besonderes Aussehen ist dieser Eulenvogel nahezu unverwechselbar.

Systematik

  • Klasse: Vögel (Aves)
  • Ordnung: Eulen (Strigiformes)
  • Familie: Eigentliche Eulen (Strigidae)
  • Gattung: Uhus (Bubo)
  • Art: Uhu

Wie sieht ein Uhu aus?

Uhu im Flug

Der Uhu kann eine Größe bis zu 67 cm und ein Gewicht bis 3 kg erreichen. Mit einer potenziellen Flügelspannweite von bis zu 1,80 Metern sind die Uhus die größten Eulen weltweit. Als Standvögel verzichten sie auf den Vogelzug und verbringen auch die Winter in ihrer jeweiligen Heimat.

Da sich die Bestände bei uns in den letzten Jahren erfreulicherweise erholt haben, stehen die Chancen ganz gut, diese prächtigen Tiere einmal in ihren natürlichen Habitaten beobachten zu können.

Die Lebenserwartung frei lebender Uhus kann bis zu 25 Jahre betragen. Am auffallendsten beim Uhu sind seine ungefähr acht Zentimeter langen Feder-„Ohren“, die ihn unverwechselbar machen und seine leuchtenden orangeroten Augen.

Seine Statur ist sehr kräftig und die Färbung seines rostbraunen Gefieders mit vielen dunklen Flecken ist ausgesprochen markant. Die stark befiederten Beine fallen ebenso auf und auf der Stirn tragen diese großen Eulenvögel gut sichtbar ein „V“.

Wo leben Uhus?

Gerne und häufig brüten die Uhus in felsigen gut strukturierten und überschaubaren Landschaften, die ihnen offene bis halboffene Jagdreviere bieten können. Das Brut-Geschehen findet bevorzugt an steilen, schwer zugänglichen Felsabschnitten oder Steinbrüchen bzw. Ruinen statt. Auch verlassene Gebäude und sogar Müllkippen kommen hin und wieder in Betracht.

Das Habitat kann also sehr unterschiedlich beschaffen sein und so kommt es immer wieder zu überraschenden Sichtungen auch an unerwarteten Plätzen. Gerne nutzen die Uhus Nester von großen Greifvögeln wie von Habichten oder Bussarden für ihre Brut. Mauersimse und Vorsprünge kommen auch infrage. Sogar Mulden am Boden oder Reihernester werden von Uhus für ihre Zwecke angenommen.

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Die Verbreitung der Uhus beschränkt sich nicht nur auf Europa, sondern auch in Afrika, China, Japan und Russland sind sie zu finden. Ebenso kommen sie in Skandinavien vor: in Norwegen, Finnland, Schweden und im Baltikum finden die Uhus Lebensräume, die für sie geeignet sind.

Was frisst ein Uhu?

Als nachtaktiver Raubvogel, der an der Spitze der Nahrungskette steht, hat der Uhu kaum natürliche Feinde und schläft während des Tages in Baumkronen oder gut getarnt an Felshängen, wobei diese großen Eulen bei ausreichendem Nahrungsangebot gerne standorttreu bleiben.

Die Uhus jagen und erbeuten häufig Säugetiere wie Hasen, Ratten, Eichhörnchen oder Kaninchen. Auch Reptilien und Amphibien bereichern den Speiseplan ebenso wie allerlei Vögel wie zum Beispiel Tauben oder Krähen.

Uhus nutzen bestimmte Plätze, an denen sie ihre Beute zerkleinern und zerrupfen: Dies sind dann die sogenannten Rupfplätze des Uhus. Daneben haben sie die Angewohnheit auch ihr Gewölle an bestimmten Orten abzulegen: diese heißen dann Kröpfplätze.

Uhu im Porträt

Brutverhalten und Fortpflanzung bei Uhus

Die Uhu-Weibchen und die Uhu-Männchen haben denselben markanten Ruf, der in ihrem Namen lautmalerisch vorkommt. Während der Paarungszeit ertönen diese Rufe jeweils abwechselnd.
Auch das Gefieder von Männchen und Weibchen ist bei dieser Eulen-Art gleich gefärbt und gemustert. Unterscheiden können wir sie meist nur daran, dass die weiblichen Vögel in der Regel erheblich größer und gewichtiger sind.

Die Paarbildung oder Balz der Uhus beginnt schon im Winter. In unseren Breitengraden meist im Februar. Während der Balz versorgt das Männchen das Weibchen mit Nahrung. Zur Hauptbalz im Frühjahr wählt das Weibchen den Nistplatz aus um dort die Eier ablegen und ausbrüten zu können. Uhus, die sich einmal erwählt haben, bleiben lebenslang zusammen und ziehen ihre Küken gemeinsam auf.

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Das Gelege besteht aus zwei bis fünf weißen Eiern und die Brutdauer erstreckt sich ungefähr über 35 Tage. Nur das Weibchen sitzt auf den Eiern während das Männchen die Nahrungszufuhr alleine sicherstellt.

Sind die kleinen Uhus einmal geschlüpft verbleiben sie als Nesthocker circa 150 Tage im Nest und werden währen dieser Zeit von beiden Elternvögeln gefüttert und bewacht. Die Hauptbrutzeit fällt meist in die Monate März bis Mai und bleibt pro Jahr auch auf eine Brutperiode beschränkt. Im Herbst verlassen die jungen Uhus das Revier der Elternvögel und das erwachsene Uhu-Männchen beginnt dann wieder mit seinen Revierrufen.

Die schönen, imposanten Eulen bereichern die Fauna weltweit und sind neben Deutschland sowohl in Spanien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden, wie auch auf anderen Kontinenten wichtige Teilhaber des ökologischen Gleichgewichts und der Vielfalt der Natur.

Wir sollten gut darauf achten, sie zu schützen und ihre Habitate zu bewahren. Der lautlose Schwebeflug dieser nachtaktiven Jäger hat etwas Zauberhaftes, das uns an Märchen und uralte Mythen erinnern kann.

Bleibt für uns noch, zu hoffen und zu wünschen, dass auch die nachfolgenden Generationen noch Freude an dem wundervollen Uhu haben können und ihre Liebe zur Natur mit dem Schutz und dem Erhalt dieser großartigen Raubvögel ausleben möchten.

Uhu im Video

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